
Die Gemeinde Auerbach ist mit tollen Touren und Geschichten in der App WanderKultur.
Was macht einen Ort zur Heimat? Sind es die vertrauten Wege, die Menschen, denen wir begegnen, oder die Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Wahrscheinlich von allem ein bisschen.
In Auerbach gibt es davon jede Menge zu entdecken. Und genau das möchten wir mit WanderKultur sichtbar und hörbar machen. Gemeinsam mit der Gemeinde Auerbach entsteht nach und nach eine digitale Erlebniswelt, die Natur, Heimatgeschichte und Menschen miteinander verbindet.
Den Anfang machten die Wanderwege: Im Rahmen des Projekts wurden sie von WanderKultur digitalisiert. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Auerbacher Wegebeauftragter der Gemeinde Herbert Martin, der die Wege akribisch abging, überprüfte und mit seiner Ortskenntnis wertvolle Grundlagen für die digitale Erfassung lieferte.
Doch WanderKultur führt nicht nur durch die Landschaft, sondern auch mitten hinein in die Geschichten eines Ortes. Und manchmal erzählen diese Geschichten Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet: Kinder, die noch keine sechs Jahre alt sind!

„Dahoam in Auerbach“ – wenn die Kleinsten zu Heimatführern werden
Was wissen Kinder im Kindergartenalter eigentlich über ihren Heimatort? Eine ganze Menge, wie die Kreativgruppe des Kindergartens Auerbach eindrucksvoll zeigt!
Unter dem Motto „Dahoam in Auerbach“ machten sich die Kinder auf Entdeckungsreise durch ihre Gemeinde. Sie besuchten Einrichtungen, Vereine, Betriebe und besondere Orte, durften hinter die Kulissen schauen, Fragen stellen und erfuhren, welche Menschen und Aufgaben das Leben in Auerbach prägen.
Ihre Eindrücke hielten sie nicht nur in Bildern und kreativen Arbeiten fest. Gemeinsam mit ihrem Kindergarten-Team entstand die Idee, ausgewählte Stationen auch für WanderKultur aufzubereiten.
Die Kinder fotografierten, erzählten und nahmen eigene kleine Audiobeiträge auf. Und das Besondere daran: Sie sind alle noch keine sechs Jahre alt!
So entstand eine Audiotour, wie es sie bei WanderKultur bisher noch nicht gab.
Nicht Erwachsene erklären den Kindern ihre Heimat – hier erklären die Kinder uns, wie sie Auerbach sehen.
Mit ihren eigenen Worten, ihrer Begeisterung und manchmal ganz anderen Blickwinkeln zeigen sie, was Heimat für sie bedeutet. Denn der Kindergarten Auerbach hat mit seiner Audiotour „Dahoam in Auerbach“ etwas geschaffen, das es bei WanderKultur bisher noch nicht gab: Die Kinder erzählen selbst, was sie in ihrer Heimat entdeckt haben – mit ihren eigenen Worten, aus ihrer eigenen Sicht und mit all der Neugier, mit der Kinder ihre Umgebung erleben.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem engagierten Kindergarten-Team mit Michaela Madl und Stefanie Baranski, das die Inhalte vorbereitet und gemeinsam mit den Kindern umgesetzt hat. Ebenso danken wir allen Einrichtungen, Vereinen und Betrieben, die den kleinen Entdeckern ihre Türen geöffnet und ihnen spannende Einblicke ermöglicht haben.
Eine Gemeinde, die hinter WanderKultur steht
Für Bürgermeister Gerhard Weber ist die Partnerschaft mit WanderKultur weit mehr als ein digitales Angebot für Wanderer und Radfahrer. Ihm liegt besonders am Herzen, dass die Geschichten seiner Gemeinde und die Menschen dahinter nicht in Vergessenheit geraten.
Denn oft sind es die kleinen Begebenheiten, persönlichen Erinnerungen und Erzählungen früherer Generationen, die einen Ort unverwechselbar machen. Mit WanderKultur können diese Geschichten gesammelt, bewahrt und genau dort erlebbar gemacht werden, wo sie ihren Ursprung haben.
Dass die Gemeinde das Projekt aktiv unterstützt, zeigt sich auch am Engagement der Verwaltung. Das Rathaus-Team um Laura Reimer und Bianca Nickl hat bereits zahlreiche Informationen und Geschichten aus dem Gemeindearchiv zusammengetragen. Diese werden nach und nach redaktionell aufbereitet, mit Bildern ergänzt und teilweise als Audiobeiträge direkt an den jeweiligen Orten hörbar gemacht.


Moderne Technik, lebendige Geschichten und eine besondere Überraschung
Auch für die Geschäftsleiterin der Gemeinde, Laura Reimer, ist die Verbindung von Heimatgeschichte und moderner Technik ein wichtiger Bestandteil des Projekts.
Mit WanderKultur steht Auerbach ein zeitgemäßes Medium zur Verfügung, das weit über eine klassische Wanderkarte hinausgeht. Die kostenfreie App verbindet digital erfasste Wander- und Radwege mit Informationen, Bildern, Geschichten und Audios. Die Touren können dabei auch offline genutzt werden.
Besonders erfreulich ist, dass die Gemeindeverwaltung nicht nur hinter der Idee steht, sondern die Entwicklung aktiv begleitet und mitgestaltet.
Eine Überraschung gab es dabei aus dem Kindergarten: Ganz spontan entstand dort die Idee, sich ebenfalls an WanderKultur zu beteiligen – und zwar mit einer eigenen Audiotour!
Geschichten gesucht – denn Heimat lebt vom Mitmachen
Die Wanderwege sind digital erfasst, erste Geschichten werden hörbar und mit der Kindergartentour ist bereits ein ganz besonderes Projekt entstanden. Doch Auerbach hat noch viel mehr zu erzählen!
Vielleicht erinnert sich jemand an ein längst verschwundenes Wirtshaus, ein früheres Handwerk oder eine besondere Begebenheit. Vielleicht schlummern in alten Fotoalben Bilder von Menschen, Gebäuden oder Ereignissen, die heute kaum noch jemand kennt.
Genau solche Erinnerungen möchten wir mit WanderKultur bewahren.
Deshalb sind alle Auerbacherinnen und Auerbacher herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Wer alte Fotos, Geschichten oder persönliche Erinnerungen beisteuern möchte, kann sich gerne an Projektmitarbeiterin Alexandra Linzmeier (alexandra@wanderkultur.de) wenden oder seine Beiträge direkt über den Mitmachbereich von WanderKultur einreichen.
Denn WanderKultur lebt von den Menschen, die ihre Heimat kennen, ihre Geschichten teilen und dazu beitragen, dass dieses Wissen auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Wegewart Herbert Martin beim Anbringen eines der insgesamt sechs WanderKultur-Schilder in Loh, Engolling, Oberauerbach und Auerbach.
Hier können sich die Wanderer die kostenlose App WanderKultur per QR-Code aufs Handy laden und sich online oder offline im Gelände navigieren lassen.
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Fotos: Alexandra Linzmeier


