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Mensch und Wolf: Das sagt Dr. Hans Aschenbrenner zum Thema

Blog - Aktuelles

Manuela Lang

Manuela Lang

05.03.2026

Seinen Namen kennt im Landkreis Cham wohl jeder, der sich für Heimatkunde, Natur und Tiere – den Bayerischen Wald und seine Besonderheiten allgemein – interessiert: Dr. Hans Aschenbrenner aus Neukirchen b. Hl. Blut war jahrzehntelang als Tierarzt im Lamer Winkel eine Institution. Er war immer schon Naturfreund und Tierschützer. Gemeinsam mit seiner Frau und vielen befreundeten Tierschützern wagte er sich daran, Auerhühner zu züchten und sie wieder im Bayerischen Wald auszuwildern, damit diese, vom Aussterben bedrohte Art, überlebt. Dass es heute wieder einen stabilen Bestand gibt, ist vor allem auch sein Verdienst. Außerdem gründete der heute 93-Jährige den Tierpark Lohberg und leitete diesen bis ins Jahr 2004.

Hans Aschenbrenner ist dem Bayerischen Wald-Verein eng verbunden. Im Rahmen eines WanderKultur-Interviews haben wir ihn nach seiner Einschätzung zum Thema Wolf gefragt. Einer wie er, mit Ahnung vom Thema und großer Lebenserfahrung, könnte womöglich einen konstruktiven Beitrag zur aktuellen Diskussion leisten.

Denn je öfter Wölfe in freier Wildbahn gesichtet werden, desto intensiver wird die Diskussion darüber, ob die Begegnung Mensch-Wolf zu einem Problem wird – und was zu tun ist. Ein emotionales Thema, denn dem Wolf eilt seit jeher ein gefährlicher Ruf voraus. In Märchen, Sagen und Filmen steht er für das Böse. Doch vieles davon entstand in Zeiten, in denen die Menschen noch wenig über die Lebensweise dieser Tiere wussten. Heute wissen wir mehr über sie – und doch ist es eine neue Situation für uns, dass sich der Wolf wieder in freier Wildbahn angesiedelt hat. 

Kann man Tierschützer sein und dennoch dafür plädieren, den Wolf in bestimmten Situationen zu bejagen? Dr. Hans Aschenbrenner ist dieser Meinung. Denn auch wenn der Wolf im Moment keine Gefahr für den Menschen darstellt, so müsse man unbedingt dafür sorgen, dass die Angst des Wolfes vor dem Menschen bestehen bleibt. Und dazu gehöre es unter Umständen auch, dass man bei einem Angriff eines Rudels auf eine Herde Schaft zum Beispiel, einen Wolf erschießt. Das würde sich unter den Wölfen nachhaltig einprägen – so Dr. Aschenbrenner.

Sehen Sie hier das gesamte Interview zum Thema in unserem Youtube-Kanal

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